Die Top Reiseziele in Ecuador

Zwischen Pazifik und Amazon liegt das kleinste Land SĂŒdamerikas: Ecuador. Die Kontraste sind phĂ€nomenal: Auf kleiner FlĂ€che findet sich eine unglaubliche Vielfalt. Die Landschaft ist geprĂ€gt von Dschungel, KĂŒste und Sierra. Neben atemberaubender Natur, schneebedeckten Sechstausendern und einer Tierwelt mit riesiger Artenvielfalt, erwarten den Besucher malerische StĂ€dte voller Kultur und Geschichte. Nicht zuletzt macht die Bevölkerung das Reisen in Ecuador zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus ist Ecuador nicht auf DirektflĂŒgen erreichbar. Jedoch gibt es zahlreiche FlĂŒge nach Madrid, von wo aus die Iberia nonstop den Aeropuerto Internacional Mariscal Sucre, 13 km östlich des Stadtzentrums von Quito anfliegt.

Quito – Hauptstadt Ecuadors und eine der schönsten sĂŒdamerikanischen Metropolen

Eingerahmt von imposanten Bergen liegt auf einer Höhe von 2850 m die Hauptstadt Ecuadors. Quito, die Stadt des ewigen FrĂŒhlings, besticht mit ihrem ganz eigenen Charme. Die Stadt vereint zwei architektonische Stilrichtungen: Da ist einerseits der koloniale Barock, erbaut auf Inka-Fundamenten, anderseits finden sich klare, moderne Linien, die sich vor allem in den Glasfassaden zeigen. Heute leben in Quito etwa 2,3 Millionen Einwohner. Nicht nur die Stadt selbst, sondern auch die nĂ€here Umgebung, ist reich an SehenswĂŒrdigkeiten, von denen wir Ihnen die schönen nachfolgend kurz vorstellen. Am besten nehmen Sie sich hier ein paar Tage Zeit, bevor Sie weiterreisen.

Auf dem Dach der Basilica del Voto Nacional in Quito

Auf dem Dach der Basilica del Voto Nacional in Quito

Best of Quito und Umgebung – das mĂŒssen Sie gesehen haben:

  • Die Basilika von Quito ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Der Baustil erinnert an die Kathedrale Notre-Dame in Paris. Ihre Besucher verzaubert sie ohne pompöse Ausstattung und Goldverzierungen, sondern durch eine eindrĂŒckliche Schlichtheit. Vom Turm aus gibt es einen atemberaubenden Blick ĂŒber die Stadt.
  • Zwar gibt es auch in der Altstadt, wie ĂŒberall in Quito, viel Verkehr, trotzdem macht es Spaß, durch die Straßen und Gassen zu bummeln und die teilweise sehr gepflegten Kolonialbauten zu bewundern. Quitos Altstadt gehört zum Weltkulturerbe. Sie ist eine der am besten erhalten AltstĂ€dte SĂŒdamerikas.
  • Zahlreiche Museen erzĂ€hlen aus dem Leben und der Geschichte Ecuadors. Vor allem das Museo del Banco Central lohnt einen Besuch. Hier werden hochkarĂ€tige Exponate von den Ă€ltesten Kulturen bis zur Gegenwart gezeigt.
  • Verschiedene gefĂŒhrte Touren bringen Ihnen die SehenswĂŒrdigkeiten der Stadt nĂ€her. Sehr empfehlenswert ist zum Beispiel die Markttour, kombiniert mit einer Seilbahnfahrt auf die westlichen AuslĂ€ufer des beeindruckenden Picchinacha.
  • Die kleine Ortschaft Papallacata, 60 km östlich der Hauptstadt, eignet sich wegen ihrer ThermalbĂ€der auch fĂŒr einen lĂ€ngeren Aufenthalt. Erreichbar ĂŒber den Papallacata-Pass ist schon die Anreise ein Erlebnis. Die Thermalquellen von Papallacata gehören zu den am besten ausgebauten des Landes.
  • Reisen Sie nach Mindo, rund zwei Autostunden weltlich von Quito gelegen, dĂŒrfen sich Naturfreunde auf einige Superlative freuen: So gehört das Waldschutzgebiet Mindo – Nambillo zu den artenreichsten der Welt. Hier im Nebelwald werden immer wieder bisher unbekannte Tierarten entdeckt.
Strasse'La Ronda' in Quito

Strasse ‚La Ronda‘ in Quito

Otavalo und sein faszinierender Markt

In der Stadt Otavalo, 96 km nördlich von Quito, leben rund 50.000 Menschen. Sie ist die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons und liegt auf einer Höhe von 2500 m. AuswĂ€rtige und einheimische Besucher zieht es vor allem samstags hierher, dann nĂ€mlich findet der grĂ¶ĂŸte Markt Ecuadors statt. Zwar bieten viele HĂ€ndler Ihre Waren auch unter der Woche feil, aber am Samstag ist Hauptmarkttag und den sollten Sie sich bei einem Besuch Ecuadors auf keinen Fall entgehen lassen! Schon am frĂŒhen Morgen, bevor die Busse unzĂ€hlige Touristen ausladen, leuchtet die Plaza Centanario – oder wie der Platz umgangssprachlich genannt wird: Poncho Plaza – in kunterbunten Farben. WeltberĂŒhmt sind die Weber Otavalos und so sind ihre wundervollen Textilarbeiten die am meisten gefragten Waren des Indiomarktes. Rund 85 % der Bevölkerung der Region ist in der Textilbranche tĂ€tig, wobei die Heimindustrie nach wie vor boomt. So gehören Webstuhl und Spinnrad zur StandardausrĂŒstung der Haushalte der Otavalenos. Neben Stoffen, bestickter Kleidung, Strickwaren, WandbehĂ€ngen, Teppichen, Accessoires und Bildern werden auf dem Markt von Otavalo auch Tiere, Felle, Farbstoffe und AusrĂŒstung fĂŒr die Weberei angeboten.

Der Indio-Markt in Otavalo - ein farbenfrohes Erlebnis

Der Indio-Markt in Otavalo – ein farbenfrohes Erlebnis

NatĂŒrlich gibt es auch einen Lebensmittelmarkt, der vor allem am Samstag ein ĂŒberwĂ€ltigendes Angebot prĂ€sentiert: Sie finden an Obst, GemĂŒse, Fleisch und Getreide alles, was Sie auch von daheim kennen, aber auch so einige kulinarische Überraschungen, die Sie garantiert noch nie gegessen haben.

Verpassen Sie wĂ€hrend Ihres Aufenthaltes in Otavalo nicht, dem kleinen Museum am nördlichen Ende der Stadt einen Besuch abzustatten. Hier erfahren Sie vieles ĂŒber die Geschichte und das Leben der Otavalo-Indianer.

authentisches Kunsthandwerk auf dem Markt in Otavalo

authentisches Kunsthandwerk auf dem Markt in Otavalo

Übrigens: Der sympathische Indio Leo Rojas, der 2011 mit seiner Panflöte die Fernsehshow „Das Supertalent“ gewann, stammt aus Otavalo.

Cuenca – UNESCO Weltkulturerbe und schönste Stadt Ecuadors

Cuenca ist fĂŒr viele Touristen der Ausgangspunkt fĂŒr Touren in die sĂŒdliche Sierra. Vor rund 50 Jahren gab es kaum Straßen, die nach Cuenca fĂŒhrten, das sieht heute ganz anders aus: Die Hauptstadt der Provinz Azuay ist problemlos auf gut ausgebauten Straßen erreichbar. Zusammen mit ihren Vororten zĂ€hlt Cuenca rund 600.000 Einwohner. Dazu kommen das ganze Jahr ĂŒber zahlreiche Besucher. Nicht umsonst gilt die Stadt als die schönste Ecuadors.

Kathedrale von Cuenca

Kathedrale von Cuenca

Das sollten Sie in Cuenca nicht verpassen:

  • Genießen Sie die AtmosphĂ€re, die noch immer an die Kolonialzeit erinnert. Hier gibt es keine schmucklosen HochhĂ€user, die Silhouette wird von den blauen Kuppeln der Catedral Nueva Das pittoreske Zentrum wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklĂ€rt. Ein Bummel durch die Straßen, vorbei an malerischen Innenhöfen, schmucken HĂ€usern mit eisernen Balkonen und alten, hölzernen TĂŒren und den mit Blumen geschmĂŒckten PlĂ€tzen, erfreut alle Sinne.
  • Auf der Plazoleta El Carmen findet der Blumenmarkt, der als der schönste Outdoor-Blumenmarkt der Welt gilt, statt. Die fruchtbare, schwarze Erde der Region lĂ€sst vor allem Rosen und Orchideen in großer Vielfalt gedeihen. Ecuador wird nicht umsonst auch als „Land der Orchideen“ bezeichnet. Auch wenn Sie auf Reisen wahrscheinlich keine Blumen kaufen möchten: Schlendern Sie trotzdem ĂŒber den Markt und lassen Sie sich von der Farbenvielfalt und dem Blumenduft berauschen!
  • Maki Fair Trade – Sie haben im Urlaub keine Lust zum Shoppen? Hier werden Sie Ihre Meinung Ă€ndern! Charmant, hochwertig und wunderschön ist das Angebot und eben: fair trade. Neben meisterhaften Handarbeiten genießen Sie einen schönen Blick auf die neue Kathedrale.
Cuenca und die Anden

Cuenca und die Anden

Baños – da bleibt man gerne ein paar Tage lĂ€nger

Baños ist bekannt fĂŒr seine an den Flanken des 5023 m hohen Vulkans Tungurahua entspringenden Thermalquellen. Dass der Ort ĂŒber die höchste Hoteldichte des Landes verfĂŒgt, spricht fĂŒr sich: Er zieht Besucher aus dem In- und Ausland gleichermaßen an. Seine Hauptattraktion sind vor allem die heißen Quellen, welche die ThermalbĂ€der in Baños versorgen. Auch das milde Klima und die vielfĂ€ltige Vegetation rund um das StĂ€dtchen sind gute GrĂŒnde, hierher zu reisen, auszuspannen und sich so richtig zu erholen. Deshalb sollten Sie, wenn möglich, mehr als einen Tag einplanen, schließlich haben Sie Urlaub! Beliebt ist Baños auch bei Wanderern, die unter Trekkingrouten von verschiedenen Schwierigkeitsgraden wĂ€hlen können. Besonders beliebt ist die Schlucht des Rio Pastaza.

Pailon del Diablo - der vielleicht berĂŒhmteste Wasserfall von Ecuador

Pailon del Diablo – der vielleicht berĂŒhmteste Wasserfall von Ecuador

Gute GrĂŒnde, die Schlucht des Rio Pastaza zu besuchen:

  • Die WasserfĂ€lle bei Rio Verde stauen sich in wundervollen Kaskaden. Ein herrliches Naturschauspiel!
  • Nicht nur entlang der Trails, sondern sogar auf den BĂ€umen gedeihen unzĂ€hlige Orchideenarten.
  • Viele seltene Vogelarten haben hier ein Zuhause gefunden und können wĂ€hrend eines Ausflugs beobachtet werden.

Weitere AusflĂŒge mit Ausgangspunkt Baños fĂŒhren in die nahe gelegenen Oriente-Dschungelgebiete. Abenteuerlustige Touristen nehmen an einer Rafting-Tour teil. Auch spirituell Interessierten hat der Ort etwas ganz Besonderes zu bieten: Der Jungfrau von Baños werden unzĂ€hlige Wunder zugeschrieben, weshalb vor allem Ecuadorianer hierher pilgern.

Schaukeln in Banos: am Baumhaus Casa del Arbol

Schaukeln in Banos: am Baumhaus Casa del Arbol

Nationalpark Cajas

Im Hochland von Ecuador liegt auf einer Höhe von 3100 bis 4450 m der Parque Nacional El Cajas. Der Nationalpark mit seiner hĂŒgeligen Landschaft ist rund 28.800 ha groß und wurde 1977 zum Naturschutzgebiet erklĂ€rt. Er gilt zudem als „Important Bird Area“, also als wichtiges Artenschutz-Biotop fĂŒr Vögel, welches internationale Richtlinien einhalten muss. Quer durch den Park fĂŒhrt eine grĂ¶ĂŸtenteils erhalten gebliebene Alte Inkastraße. Zudem wurden Reste von vielen Dörfern der Kanari gefunden, die weit vor den Inkas hier lebten.

Laguna Toreadore im Cajas Nationalpark

Laguna Toreadore im Cajas Nationalpark

Das erwartet Sie im Nationalpark Cajas:

  • Wunderschöne Wanderungen um Seen und in höher gelegene Zonen.
  • Ruhe und unberĂŒhrte Natur, denn es wird nur eine gewisse Zahl von Besuchern tĂ€glich in den Park eingelassen.
  • Herrliche Panoramen.
  • Die fĂŒr diese Landschaft typischen und teilweise seltenen Vögel.
  • Mit etwas GlĂŒck können Sie auch SĂ€ugetiere beobachten.
  • Kompetente Guides, welche die Besucher mit viel Leidenschaft und Wissen durch den Naturpark fĂŒhren.
Wanderung im Nationalpark El Cajas

Wanderung im Nationalpark El Cajas

Viele Tiere sind sehr scheu und lassen sich kaum blicken, andere werden Sie bestimmt zu sehen gekommen. Vielleicht können Sie den Riesenkolibri, der sich ausschließlich von AgavenblĂŒten ernĂ€hrt, beobachten oder entdecken sogar den Tukan. Etwas ganz Besonderes ist der Anblick des seltenen Andenkondors, von dem in Ecuador nur noch rund 80 StĂŒck leben.

Cotopaxi Nationalpark

SĂŒdlich von Quito, an der Straße der Vulkane, thront der zweithöchste Berg Ecuadors: der 5897 m hohe Cotopaxi. Er verlieh dem Parque Nacional Cotopaxi seinen Namen. Hier leben auf 32.255 ha unter anderem Lamas, Andenkondore, Pumas und Wildpferde.

Reiter im Cotopaxi Nationalpark

Reiter im Cotopaxi Nationalpark

Die Highlights des Cotopaxi Nationalparks:

  • Vor allem die atemberaubende Naturvielfalt verzaubert die Besucher, so wĂ€hnt man sich in einem Moment in einer Mondlandschaft, im nĂ€chsten findet man sich inmitten vielfĂ€ltiger Fauna und Flora
  • Auch wenn Sie wahrscheinlich nicht alle hier lebenden Tierarten sehen werden, so können Sie doch mit Sicherheit einige beobachten und fotografieren.
  • Sportliche GĂ€ste wandern oder biken zur BerghĂŒtte, die sich auch zum Übernachten anbietet. Es ist erstaunlich, wie viele Blumen sich auf dem Hochplateau noch wohlfĂŒhlen und die fantastische Aussicht ist ohnehin unbeschreiblich.
  • Auf dem Weg zur BerghĂŒtte gibt es zwei Verpflegungsstationen, wo Sie sich mit leckerem Essen versorgen können. Ein Tipp: Probieren Sie unbedingt den Tee aus Coca BlĂ€ttern!
Schneebedeckter Gipfel des Cotopaxi

Schneebedeckter Gipfel des Cotopaxi

Vergessen Sie bitte nicht, dass Sie sich inmitten wilder Natur befinden. Leider macht öfters das Wetter einen Strich durch die Rechnung, sodass der Gipfel nicht immer erreicht werden kann. Ohnehin sollte die Besteigung des Cotopaxi nur von erfahrenen und gut trainierten Bergwanderern in Angriff genommen werden. Die Route ist zwar technisch nicht schwierig, aber körperlich doch anspruchsvoll. FĂŒr die Wanderung sind 7 Stunden einzuplanen. Die Tour sollte nicht alleine in Angriff genommen werden. Besser, Sie wandern in einer Gruppe oder mit einem ortskundigen FĂŒhrer. Einen Guide können Sie bereits vor dem Besuch des Nationalparks in Quito oder Baños buchen.

Gut zu wissen: Der Cotopaxi ist der höchste aktive Vulkan der Welt. 2015 hat er erstmals nach 138 Jahren wieder Asche gespuckt. Sobald die Gefahr eines Ausbruchs besteht, ruft die nationale Behörde ein Besteigungsverbot aus und sperrt den kompletten Cotopaxi Nationalpark. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig, bevor Sie aufbrechen, ob der geplante Ausflug möglich ist, haben Sie VerstĂ€ndnis fĂŒr Vorsichtsmaßnahmen und gehen Sie kein Risiko ein! Sollte gerade wĂ€hrend Ihres Aufenthaltes in Ecuador die Besteigung nicht möglich sein, wird man Ihnen interessante Alternativen empfehlen.

Vulkan Cotacachi und Kratersee Cuicocha

Auf gut ausgebauten Straßen ist der 18 km sĂŒdlich von Otavalo gelegene Kratersee Cuicocha erreichbar. Schon die Anfahrt durch schöne Dörfer lohnt sich. Wer nicht selbst fahren möchte, erreicht die Region kostengĂŒnstig mit dem Bus und einer kurzen Fahrt mit dem Taxi. In gut 4 – 5 Stunden lĂ€sst sich der Kraterrand umwandern. Nehmen Sie gute Trekkingschuhe und ein Picknick mit, es gibt unterwegs keine Möglichkeit fĂŒr einen Einkauf oder Verpflegung. Ein schöner Trail fĂŒhrt sie in stetem Auf und Ab durch herrliche Landschaft und bietet ein atemberaubendes Panorama.

Kratersee Cuicocha

Kratersee Cuicocha

Auch in Ecuador zeigen sich Auswirkungen der KlimaerwÀrmung. Falls Sie Àltere Bilder des Cotacachis gesehen haben, wundern Sie sich bitte nicht, wenn er heute etwas anders aussieht: In den letzten 50 Jahren ist sein Gletscher komplett geschmolzen. Er ist somit der erste Berg in den Anden, dessen Gletscher verloren ging.

Vulkan Chimborazo

Ganz klar ein Höhepunkt Ihrer Reise durch Ecuador ist die Besteigung des ruhenden Vulkans Chimborazo. Der höchste Berg Ecuadors ragt 6267 m in den Himmel und ist, gemessen vom Erdmittelpunkt aus, der höchste Berg der Erde. Entsprechend beliebt ist er bei Bergsteigern aus aller Welt. Er liegt in der Westkordillere der Anden und gab der Provinz ihren Namen. Traurige Bekanntheit erlangte der Vulkan Chimborazo weltweit durch das UnglĂŒck vom Flug SAETA 232, der im August 1976 auf der Route von Quito nach Cuenco vom Radar verschwand und spurlos verschollen blieb. Erst im Jahre 2002 stießen Bergsteiger auf der anspruchsvollen und selten begangenen Integralroute zufĂ€llig auf die Überreste der Maschine und ihrer Insassen.

Vicuñas vor dem Chimborazo

Vicuñas vor dem Chimborazo

Möchten Sie den Vulkan Chimborazo besteigen, informieren Sie sich bitte vorerst ĂŒber die verschiedenen Möglichkeiten. Auf der Normalroute ist der Berg ganzjĂ€hrig gut begehbar. Empfehlenswert sind die trockenen, klaren Monate Dezember, Januar, Juli und August. Aufgrund der Höhe sind eine gewisse Erfahrung sowie eine gute Höhenakklimatisation erforderlich. Es stehen zwei HĂŒtten zur VerfĂŒgung: die Carrel-HĂŒtte auf 4850 m und die Whymper HĂŒtte auf 5000 m.

Blick auf den wolkenfreien Chimborazo

Blick auf den wolkenfreien Chimborazo

Wichtig: In Ă€lteren WanderbĂŒchern und ReisefĂŒhrern wird noch die Zurita-HĂŒtte an der Pogyos-Route erwĂ€hnt. Diese ist jedoch seit einiger Zeit geschlossen!

Quilotoa-Lagune – die vielleicht schönste Kraterlagune in SĂŒdamerika

Wer die Quilotoa-Lagune besucht hat, schwĂ€rmt noch lange von diesem Ausflug. Es wird vermutet, dass der Kratersee durch einen gewaltigen Vulkanausbruchs 1280 entstanden ist. Vor allem Wanderer finden sich hier ein, um auf Tagestouren oder mehrtĂ€gigen Wanderungen die spektakulĂ€re Natur der wohl schönsten Kraterlagune SĂŒdamerikas zu erleben. Im kleinen Dorf Quiloto finden sich Hostels und Restaurants, wo man gĂŒnstig verköstigt wird und ĂŒbernachten kann.

Die Quilotoa-Lagune in Ecuador

Die Quilotoa-Lagune in Ecuador

Wandertipps fĂŒr die Quilotoa -Lagune

  • WĂ€hlen Sie eine Route, die Ihrer Fitness und Erfahrung entspricht. Auch auf einer kurzen Wanderung können Sie die Naturschönheit in vollen ZĂŒgen genießen!
  • 300 Höhenmeter sind zu bewĂ€ltigen, wenn sie hinunter zum See wandern möchten. DafĂŒr sind rund 2 Stunden einzuplanen.
  • Eine lĂ€ngere, etwa 6-stĂŒndige Wanderung fĂŒhrt rund um den See und zwar direkt auf dem Kraterrand, was einmalige Tief- und Weitblicke ermöglicht.
  • FĂŒr mehrtĂ€gige Wanderungen geben Ihnen Einheimische gerne AuskĂŒnfte und Insidertipps. Machen Sie sich möglichst nicht alleine auf den Weg.
  • Sie benötigen zwar keine Bergstiefel, aber gute Trekkingschuhe sind auf jeden Fall fĂŒr jede Wanderung in dieser Region zu empfehlen.
  • Nehmen Sie sich die Zeit, einfach von der Aussichtsplattform, das herrliche Panorama zu genießen. Der Ausflug zur Quilotoa-Lagune dĂŒrfte ein Höhepunkt Ihrer Reise durch Ecuador sein. Lassen Sie dieses einzigartige Naturschauspiel auf sich wirken!
Abstieg in die Quilotoa-Lagune

Abstieg in die Quilotoa-Lagune

Die Anreise ist aus sĂŒdlicher und nördlicher Richtung sowohl mit dem Bus als auch mit dem Pkw möglich. Die Fahrt an sich ist schon ein Erlebnis, da sie aufgrund der Höhendifferenz durch verschiedene Vegetationszonen fĂŒhrt. Gut ausgeschildert ist es unmöglich, sich zu verfahren, lediglich die Entfernungsangaben scheinen mitunter rein zufĂ€llig zu sein.

El Oriente – unterwegs im Regenwald Amazoniens

Er liegt im Osten Ecuadors und nimmt etwa die HĂ€lfte der LandesflĂ€che ein: Der tropische Regenwald El Oriente ist ein riesiger Raum fĂŒr teilweise noch immer unbekannte Tiere und Pflanzen. Auch einige alte Völker leben hier. Leider ist der Lebensraum durch Holzwirtschaft und Erdölförderung gefĂ€hrdet. NaturschĂŒtzer setzen sich tagtĂ€glich fĂŒr den Erhalt des Regenwaldes ein und auch an den Tourismus werden AnsprĂŒche gestellt, die jeden, der den El Oriente besucht, betreffen. Reisen, ohne langfristig der Natur zu schaden, ist möglich und sollte selbstverstĂ€ndlich sein. Am besten unternehmen Sie AusflĂŒge in den Regenwald auf einer organisierten Tour. Überlegen Sie sich vorher, was Sie erwarten und was Sie erleben möchten.

Blick ĂŒber den Regenwald in Ecuador

Blick ĂŒber den Regenwald in Ecuador

Erlebnis Regenwald – das bietet der El Oriente:

  • Begegnen Sie den alten Völkern, die noch immer im Regenwald leben, und lernen Sie respektvoll deren Kultur und Lebensweise kennen.
  • Entdecken Sie die vielfĂ€ltige und teilweise gefĂ€hrdete Tier- und Pflanzenwelt.
  • Unternehmen Sie eine Tour mit dem Hotelschiff oder ĂŒbernachten Sie in einer authentischen Lodge.
  • Reisen Sie fernab vom Massentourismus: Die Bettenzahl ist begrenzt und ohnehin sind die UnterkĂŒnfte meistens nur schwer erreichbar. Somit wird der Aufenthalt im Regenwald zu einem echten Abenteuer.
Steg der Sacha Lodge

Steg der Sacha Lodge

Sie mĂŒssen nicht in Gruppen reisen, sondern können individuelle FĂŒhrungen buchen. Ohne großen Aufwand ist dies bereits von Quito aus möglich. KostengĂŒnstiger, aber umstĂ€ndlicher, buchen Sie einen Guide direkt vor Ort.

Tren Ecuador: Reisen mit dem Tren Crucero und dem Tren de la Libertad

Ein Hauch von Nostalgie gepaart mit einer Portion Luxus: Das ist Zugfahren mit dem Tren Crucero. Lernen Sie Ecuador von einer einzigartigen Seite kennen, sowohl wĂ€hrend der Fahrt mit dem Tren Crucero als auch wĂ€hrend interessanter Aufenthalte. Übernachtet wird in guten Hotels. Die Bahnreise fĂŒhrt in vier Tagen von Guayaquil nach Quito.

Tren Crucero vor dem Cotopaxi

Tren Crucero vor dem Cotopaxi

Das werden Sie wÀhrend der spektakulÀren Fahrt durch die Anden erleben:

  • Der Tren Crucero fĂ€hrt vorbei an mehreren Vulkanen, die das Landschaftsbild prĂ€gen und vor allem fĂŒr MitteleuropĂ€er eine Sensation sind.
  • Sie erleben eindrĂŒckliche Felsformationen, darunter die weltberĂŒhmte Teufelsnase. Die Bahnstrecke gilt hier als eine der spektakulĂ€rsten der Welt. Vertrauen Sie dem LokfĂŒhrer, er bewĂ€ltigt die zahlreichen Spitzkehren mit viel FingerspitzengefĂŒhl, wĂ€hren die Passagiere mehr oder weniger Ă€ngstlich in die unbeschreibliche Landschaft blicken. Eine Mischung aus Nervenkitzel und Naturspektakel!
  • Der Streckenabschnitt zwischen Alausi und Sibambe wird mit Recht als eine der schönsten und aufregendsten Bahnstrecken bezeichnet. WĂ€hrend sich der Zug durch die kleine Stadt Alausi schlĂ€ngelt, vorbei an CafĂ©s, WohnhĂ€usern und LĂ€den, wartet gleich dahinter bereits ein grĂŒnes Tal und Bauernland. Hier wachsen Kakteen und legen Bauern ihre Felder an. Sie leben in kleinen HolzhĂ€usern, ihre Tiere laufen frei herum und der Duft von Eukalyptus liegt in der Luft.
  • WĂ€hrend Einheimische meist mit dem Bus reisen, transportieren die Eisenbahnen vor allem auslĂ€ndische Touristen. Dem trĂ€gt der LokfĂŒhrer Rechnung. So gibt es beispielsweise einen Halt in unmittelbarer NĂ€he der Teufelsnase, damit die Passagiere aussteigen und auf Fotos festhalten können, was sie wĂ€hrend ihrer Fahrt mit dem Tren Crucero erlebten. Wer kann schon von sich behaupten, ĂŒber die Teufelsnase gereist zu sein?
Lounge im Tren Crucero

Lounge im Tren Crucero

Auch wenn der Tren Crucero die bekannteste und beliebteste Zugstrecke Ecuadors ist, so soll doch der Tren de la Libertad ebenfalls erwĂ€hnt werden. Schließlich gibt es auch auf dieser Strecke so einige Highlights, die eine Reise absolut lohnen. Die Fahrt geht ĂŒber BrĂŒcken, durch Tunnel und an Felsklippen entlang und Einheimische und Touristen bleiben gleichermaßen stehen und fotografieren und winken den FahrgĂ€sten zu, wenn der Tren de la Libertad vorbeifĂ€hrt. Durch den Zug kommt Leben in kleine Orte, vor allem Salinas profitiert von der Bahn. Die kleine verschlafene Stadt lebt von Zuckerrohr und Salz. Stoppt hier der Zug, prĂ€sentieren die MĂ€dchen des Ortes typische TĂ€nze und lassen die Besucher so an ihrer Kultur teilhaben. Die meisten Einwohner Salinas sind Afroecuadorianer. Auch im Laden am Hauptplatz geht es jetzt emsig zu und her, denn die FahrgĂ€ste sind willkommene Kunden und kaufen gerne typische Produkte wie Pinacolada, Marmeladen oder Braunzucker.

Tren de la Libertad

Tren de la Libertad

Ein Tipp: Der von Tren Ecuador betriebene Tren de la Libertad kann als Roundtrip gebucht werden. Dann sind zum Beispiel ein Tourguide und der Eintritt ins Salzmuseum inbegriffen.

Inkaruinen Höhensiedlung Ingapirca

Ingapirca, Ecuadors bedeutendste InkastĂ€tte, liegt in der Provinz Canar und sein Name bedeutet so viel wie „Steinmauer der Inka“.  Ein Ausflug zu den Ruinen von Ingapirca steht bei vielen Besuchern Ecuadors auf dem Reiseplan. Vermutlich wurde die Anlage etwa im Jahr 1500 auf den Resten einer alten KultstĂ€tte der Canari errichtet. Ein Teil der ohne Mörtel errichteten GebĂ€ude wurde wĂ€hrend der letzten Jahrhunderte von den Einheimischen abgetragen und als Baumaterial fĂŒr ihre HĂ€user genutzt. Aber das hat der Wirkung dieser InkastĂ€tte auf ihre GĂ€ste kaum geschadet und noch immer lohnt sich der Besuch der mystischen Region. So gibt zum Beispiel der Ingachungana bis heute RĂ€tsel auf. In der Schlucht faszinieren in den Felsen geritzte Tierzeichnungen und in der NĂ€he hat man einen in den Fels gehauenen Thron entdeckt. Das Dorf Ingapirca liegt nur zwei Kilometer von den Ruinen entfernt. In einem kleinen Hotel können Sie ĂŒbernachten und jeweils am Freitag einen schönen, kleinen Markt besuchen.

Sonnentempel der Inkaruine Ingapirca

Sonnentempel der Inkaruine Ingapirca

Vilcabamba – das Tal der HundertjĂ€hrigen

Vilacabamba wurde in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts weltberĂŒhmt durch die Behauptung, dass die Menschen hier 100 Jahre und lĂ€nger leben wĂŒrden. Reisen Sie nicht hierher, um nach der Quelle fĂŒr langes Leben zu suchen, denn die gibt es nicht. Wie sich bei genauer ÜberprĂŒfung der Geburtsurkunden herausstellte, kam es durch Namensgleichheit von Enkel und Großvater zu einer Verwechslung, aufgrund welcher der Großvater bereits 128 Jahre alt sein sollte. TatsĂ€chlich sind die Einwohner von Vilcabamba aber wirklich bis ins hohe Alter hinein fit und gesund. Sie bewegen sich noch mit 80 oder 90 Jahren sehr viel und ernĂ€hren sich vorwiegend vegetarisch. Reisen Sie also lieber nach Vilacamba in der Absicht, das einzigartige Naturschutzgebiet Parque Nacional Podocarpus auf ReitausflĂŒgen oder gefĂŒhrten Touren kennenzulernen. Erholen Sie sich im gesunden Klima und erfreuen Sie sich an der lieblichen Landschaft.

Blick ĂŒber Vilcabamba

Blick ĂŒber Vilcabamba

Ecuadors pflanzliches Gold – Edel-Schokolade

Sie werden Ecuador als ein Land mit unglaublichen Kontrasten erleben. Reisen Sie ĂŒber die Westkordillere der Anden in Richtung Amazonien oder ins tropische KĂŒstenvorland, fallen Ihnen immer wieder Kakaoplantagen auf. Kleinbauern legen auf ihren GrundstĂŒcken oder einfach am Straßenrand Kakaobohnen zum Trocknen aus. Bei europĂ€ischen Besuchern wecken die KakaobĂ€ume mit ihren bis 30 cm langen purpurfarbenen oder Gold schimmernden KakaofrĂŒchten Neugier. Schließlich kennen wir lediglich Kakao oder Schokolade, wie wir diese in unseren LĂ€den finden. Was von den spanischen Konquistadoren Anfang des 16. Jahrhunderts als „Braunes Gold“ bezeichnet wurde, ist auch heute noch wertvoll: Lokal produziert und fair gehandelt, sind Kakao, und somit auch Schokolade, aus Ecuador von bester QualitĂ€t. Die Bioschokoladen aus Ecuador gibt es inzwischen in verschiedenen Geschmacksrichtungen, aber eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind im Gegensatz zur Billigschokolade aus dem Supermarkt sehr gesund!

Kakao-Frucht, sowie rohe und geröstete Bohnen

Kakao-Frucht, sowie rohe und geröstete Bohnen