Die Top Reiseziele in Uruguay

Uruguay ÔÇô das ist nicht nur Fu├čball, Rindfleisch, Gauchos und Tango: Uruguay ist auch unendliche Weite und Natur, eine einzigartige Tierwelt und nicht zuletzt eine hilfsbereite und warmherzige Bev├Âlkerung. Das Land wird oft auch einfach ÔÇťEl PaisitoÔÇŁ genannt, was so viel wie ÔÇťkleines LandÔÇŁ bedeutet. Das mag fl├Ąchenm├Ą├čig stimmen, unscheinbar ist es jedoch keineswegs.

Galt Uruguay vor ein paar Jahren noch als Geheimtipp, so hat es sich inzwischen herumgesprochen, dass Reisende, die einfach mal entschleunigen und eine fremde Kultur kennenlernen m├Âchten, hier das ideale Ziel finden. Neben den vielen Sehensw├╝rdigkeiten und der grandiosen Natur locken 660 Kilometer Strand, wo Sie an vielen Abschnitten ganz allein sein werden. Vor allem Bewohner der Nachbarl├Ąnder, Brasilien und Argentinien, machen hier Urlaub. Vor der K├╝ste f├╝hlen sich Delfine, Wale und Seel├Âwen wohl und k├Ânnen problemlos beobachtet werden.

Uruguay hat noch einen Pluspunkt, den S├╝damerikareisende sehr zu sch├Ątzen wissen: Es ist das sicherste Land des Kontinents und kann bez├╝glich Sicherheit durchaus mit Mitteleuropa mithalten.

Es gibt nach Uruguay aus Deutschland, ├ľsterreich und der Schweiz keine Direktfl├╝ge, jedoch werden von Air Europe, Iberia und Air France Fl├╝ge mit Umsteigen in Madrid oder Paris angeboten. Eine weitere Flugverbindung aus Europa nach Montevideo bietet TAM ├╝ber S├úo Paulo an. Der Aeropuerto Internacional de Carasco ist der wichtigste Flughafen des Landes. Es ist ein f├╝r s├╝damerikanische Verh├Ąltnisse erstaunlich ├╝bersichtlicher, moderner Airport, von dem aus eine Taxifahrt nach Montevideo, je nach Verkehrsaufkommen, zwischen 30 Minuten bis zu einer Stunde dauert.

Die Hauptstadt Montevideo

Montevideo, die Hauptstadt Uruguays, erstreckt sich ├╝ber 523 km, wovon 336 km l├Ąndliches Gebiet sind. Mehr als ein Dreiviertel der Industrie des Landes ist in diesem Departamento angesiedelt. Zudem befinden sich hier die wichtigsten Standorte aus dem internationalen Bankenbereich, der Tourismusbranche sowie diverse Dienstleistungen. Montevideo liegt direkt am Atlantik, au├čerdem flie├čen einige Fl├╝sse durch die Hauptstadt. Dazu z├Ąhlen der Rio de la Plata und der Rio Santa Lucia. Der Hafen Mondevideos z├Ąhlt zu den wichtigsten H├Ąfen in ganz Lateinamerika.

Sehensw├╝rdigkeiten, die Sie in Montevideo nicht verpassen sollten:

Ciudad Vieja ÔÇô die Altstadt Montevideos

Die Altstadt von Montevideo, Ciudad Vieja, ragt als kleine Halbinsel in den Rio de la Plata hinein. In fr├╝heren Zeiten war sie komplett ummauert, eine Festung, die vor brasilianischen und argentinischen Angriffen Schutz bot. Eine zus├Ątzliche Absicherung bot die Puerta de la Ciudadela, was ├╝bersetzt ÔÇ×Tor zur ZitadelleÔÇť hei├čt. Das beeindruckende Bauwerk steht jetzt zwischen Alt- und Neustadt, die Zitadelle selbst existiert nicht mehr. Die Besichtigung der Altstadt sollten Sie sich w├Ąhrend Ihres Aufenthaltes in Montevideo auf keinen Fall entgehen lassen. Schlendern Sie durch die im Schachbrettmuster angelegten Gassen und Stra├čen und f├╝hlen Sie sich zur├╝ckversetzt in die Zeit des 18. und 19. Jahrhunderts. Wer sich f├╝r Geschichte und Architektur interessiert, kommt in der Ciudad Vieja voll auf seine Kosten: Wundervolle Kolonial- und Sakralbauten, pittoreske Hinterh├Âfe und sch├Âne Plazas laden zum Staunen und Verweilen ein. Viele ├Âffentliche Geb├Ąude sind frei zug├Ąnglich und das sollten Sie nutzen! Von au├čen oft unscheinbar und ein bisschen heruntergekommen wirkend, werden Sie im Inneren B├Âden aus Carrera-Marmor, Stuck- und Goldornamente und atemberaubende Kristalll├╝ster entdecken. So manch architektonisches Meisterwerk erz├Ąhlt bis heute vom einstigen Wohlstand der Stadt.

Der Charme der Altstadt von Montevideo ist auch in den zahlreichen Caf├ęh├Ąusern sp├╝rbar. Und nat├╝rlich gibt es interessante Museen. Besonders das Teatro Solis sollte beim Bummel durch die Ciudad Vieja nicht ausgelassen werden:

Teatro Solis

Einst war es in Lateinamerika das erste gro├če Theater, au├čerdem ist es das zweit├Ąlteste: Das Teatro Solis, ein klassizistischer Bau im italienischen Stil, wurde noch vor der neunj├Ąhrigen Belagerung der Hauptstadt errichtet. Damals lebten in Montevideo gerade mal 30.000 Menschen und das Theater war eine besondere Attraktion, die 1856 mit einer Oper von Guiseppe Verdi eingeweiht wurde. Um die Jahrtausendwende hat man eine mehrj├Ąhrige Renovierung vorgenommen und seit 2004 treten hier wieder namhafte K├╝nstler aus Konzert-, Theater- und Opernwelt auf.

Rambla von Montevideo

Eine gute Orientierung f├╝r alle, die Montevideo zu Fu├č erkunden m├Âchten, bietet die Rambla ÔÇô die Uferpromenade. Sie verl├Ąuft entlang der Str├Ąnde und des gesamten S├╝dens der Stadt. Sie ist 22 Kilometer lang und wurde bereits 1935 eingeweiht. Genutzt wird sie vom Stra├čenverkehr ebenso, wie von zahlreichen Fu├čg├Ąngern und nat├╝rlich bildet sie auch einen Anziehungspunkt f├╝r Touristen. Die Rambla ist ein Bestandteil des sozialen Lebens Montevideos.

Plaza de la Independencia

Zum Besuch einer Stadt geh├Ârt nat├╝rlich auch die Besichtigung des Zentrums. Montevideo l├Ąsst sich gut zu Fu├č erkunden. Am besten starten Sie auf der Plaza de la Independencia, auf der der Nationalheld Jos├ę Gervasio Artigas mit einem ├╝berlebensgro├čen Reiterstandbild geehrt wird. Dieses bildet den Ausgangspunkt ihres Spaziergangs und wird auch gerne als Treffpunkt genutzt. Zu F├╝ssen des Denkmals befindet sich das Mausoleum des Nationalhelden, bewacht von einer Ehrengarde.

Museo Hist├│rico Nacional

├ťber zwei Stockwerke erstreckt sich das Museo Hist├│rico Nacional, welches durchaus einen Besuch lohnt: Gezeigt werden umfangreiche milit├Ąrische Exponate, aber auch allt├Ągliche Dinge wie Kleidung, Haushaltsgegenst├Ąnde und Schuhe sowie Bilder. Der Besucher bekommt hier, im Zuhause des ersten Pr├Ąsidenten Uruguays, einen umfangreichen Eindruck vom Leben vor der Kolonialherrschaft, dem Unabh├Ąngigkeitskampf und der ersten Zeit danach. ├ťbrigens ist der Eintritt kostenlos.

Catedral Metropolitana

Die r├Âmisch-katholische Catedral Metropolitana de Montevideo ist die wichtigste Kirche des Erzbistums in Montevideo. Die Hauptkirche der Katholiken stammt aus der neoklassizistischen Zeit und befindet sich an der Plaza de la Constitucion. Sie wurde 1975 zum Monumento Historico Nacional, also zum national historischen Denkmal, erkl├Ąrt.

Palacio Piria und Palacio Est├ęvez

In Montevideo sind einige gro├čartige Pal├Ąste zu bestaunen. Zu diesen geh├Âren der Palacio Piria und der Palacio Est├ęvez. W├Ąhrend im Palacio Piria heute B├╝ror├Ąume untergebracht sind, beherbergt der Palacio Est├ęvez im Obergeschoss ein Museum. Beide Geb├Ąude sind als Monumento Hist├│rico Nacional klassifiziert.

Pocitos

In den letzten Jahren hat sich Pocitos zu einem der angesagtesten Viertel Montevideos entwickelt. Einerseits finden Sie hier die beschauliche Ruhe des Mittelstandes und entsprechende Sicherheit, anderseits viele kulturelle Anl├Ąsse, ein abwechslungsreiches Nachtleben und gute Shoppingm├Âglichkeiten. An den Str├Ąnden werden alle erdenklichen Wassersportarten angeboten und nat├╝rlich spielt man hier auch Fu├čball ÔÇô ein Sport, der in Uruguay einen sehr hohen Stellenwert genie├čt. Vor allem im Sonnenuntergang zieht es viele Einheimische und Touristen an die Rambla. In Pocitos ist die Auswahl an Bars, Caf├ęs und Restaurants sehr gro├č und viele angesagte Lokale befinden sich hier. Vielerorts k├Ânnen Sie das traditionelle Asado, ein Grillgericht, essen und dazu ein Bier genie├čen. Dabei ist fast immer von irgendwoher Live-Musik zu h├Âren und wer Lust zum Tanzen hat, ist in Pocitos ohnehin am richtigen Ort.

Neben gro├čen, modernen Shopping-Centern bieten in Pocitos diverse Stra├čenm├Ąrkte ihre Waren an. Neben Kleidung und Lebensmitteln lassen sich Antiquit├Ąten und landestypische Spezialit├Ąten finden. Hier lohnt es sich auch, nach einem originellen Mitbringsel made in Uruguay f├╝r die Lieben zu Hause zu suchen.

Nat├╝rlich hat Montevideo noch viel mehr zu bieten. In der Hauptstadt gibt es mehrere Touristeninformationen. Vor allem dann, wenn Sie l├Ąnger in der Stadt weilen, ist es empfehlenswert, sich hier ausf├╝hrlich beraten zu lassen.

Colonia del Sacramento ÔÇô der Charme der ├Ąltesten Stadt Uruguays

Colonia del Sacramento ist eine Stadt mit rund 26.200 Einwohnern und liegt am Rio de la Plata. Sie wurde 1680 durch Dom Manuel Lobo gegr├╝ndet und ist somit die ├Ąlteste Stadt Uruguays.┬á Dank ihrer lebhaften Geschichte verf├╝gt Colonia del Sacramento ├╝ber viele Sehensw├╝rdigkeiten, weshalb Sie, wenn m├Âglich, mehrere Tage hier verbringen sollten. Die Stadt wird gerne als einer der gr├Â├čten Sch├Ątze des Landes bezeichnet. Das Stadtbild ist gepr├Ągt von kleinen, im Kolonialstil erbauten, H├Ąusern, kopfsteingepflasterten Stra├čen und vielen Oldtimern aus den 1930er bis 1950er Jahren. Der Charme dieser Stadt begeistert jeden, der sie kennenlernt und der etwas abgegriffene Spruch ÔÇťjeder Stein atmet GeschichteÔÇŁ, k├Ânnte in Colonia del Sacramento gepr├Ągt worden sein.

Dass Spanien und Portugal rund 150 Jahre lang um die Stadt stritten, erkl├Ąrt die ├ťberreste der Festungsanlage mit dem Stadttor sowie die beiden Bastionen. Manche Besucher meinen, dass Colonia del Sacramento teilweise an das alte Lissabon erinnert. Der pittoreske alte Teil der Stadt ist aber nicht das einzige, was sie so besonders macht. So fallen beispielsweise die repr├Ąsentativen Residenzen auf, die in der Zeit nach Erlangung der Unabh├Ąngigkeit erbaut wurden und vielen Stra├čenz├╝gen ein pr├Ąchtiges Bild geben.

Barrio Hist├│rico

Auf einer kleinen Landzunge, die in den Rio de la Plata hineinragt, finden Sie die Barrio Hist├│rico, die Altstadt von Colonia del Sacramento. Reich an Sehensw├╝rdigkeiten, lohnt sich ein ausgedehnter Spaziergang. Wenn Sie Barrio Hist├│rico nicht auf eigene Faust erkunden m├Âchten, k├Ânnen Sie sich einer der zahlreichen F├╝hrungen anschlie├čen. Aber ganz gleich, ob in einer Gruppe oder allein: Der Stadtrundgang beginnt am besten am Stadttor Proton de Campo. ├ťbrigens werden auf Anfrage auch Stadtf├╝hrungen auf Deutsch angeboten.

Durch das Stadttor wird die Altstadt ├╝ber eine Zugbr├╝cke erreicht. Was dann folgt, ist ein bisschen wie eine Zeitreise: Bougainvillea wachsen an den Mauern der alten H├Ąuser, in idyllischen Gassen spielt sich das Leben teilweise im Freien statt, Verk├Ąufer mit Bauchl├Ąden bieten den in Uruguay beliebten Mate-Tee an und am Plaza Major laden gem├╝tliche Caf├ęs und Restaurants zu einer Rast ein. Es sind mehr die kleinen, unverhofften Dinge, die es in den Gassen und Ecken zu entdecken gibt. Empfehlenswert ist auch ein Besuch der Casa del Nacarello, einem original erhaltenen Haus aus der Gr├╝ndungszeit mit auffallend roten Mauern.

Barrio Hist├│rico wurde zum UNESCO-Weltkulturerbe erkl├Ąrt und dient immer wieder als Kulisse f├╝r historische Filme.

Punta del Este ÔÇô die Stadt, die Touristen magisch anzieht

Vor allem im Sommer ist Punta del Este ganz sch├Ân mond├Ąn und es hei├čt, keine andere Stadt in S├╝damerika pulsiert wie diese. Obwohl hier nur 10.000 Einwohner leben, zieht es pro Jahr im Sommer bis zu 70.000 Touristen hierher. Was aber macht die magische Anziehung, die dieses St├Ądtchen zu haben scheint, eigentlich aus? Fakt ist, dass hier wirklich alles geboten wird, was man sich im Urlaub nur ertr├Ąumen kann. F├╝r den sch├Ânen Strand und das gute Wetter sorgt die Natur, alles andere wurde von den Tourismusbeh├Ârden und Vereinen geschaffen. So finden Sie hier, um nur ein paar Beispiele zu nennen, Sch├Ânheitswettbewerbe, Poker- und Golfturniere, Casinos, Bars und Filmfestivals. Dazu kommen verschiedene Sehensw├╝rdigkeiten, die Sie unbedingt besuchen sollten:

Hafen von Punta del Este

Im kleinen Hafen von Punta del Este gehen sowohl Luxusjachten als auch Fischerboote vor Anker. Wer mag, kann hier frische Fische direkt von den Fischern kaufen. Da die Fischreste gleich wieder ins Meer geworfen werden, schauen die Robben und Seel├Âwen der nahen Insel Los Lobos, sehr zur Freude der Touristen, regelm├Ą├čig vorbei. W├Ąhrend einige in der Sonne liegend Siesta halten, warten andere im Wasser auf die Leckerbissen. Sch├Âne Restaurants beim Hafen haben gute Fischk├╝che auf dem Speiseplan.

Casapueblo

An der Punta Ballena gelegen, mit Blick auf Punta del Este, fasziniert die Casapueblo nicht nur Architekturliebhaber. Der K├╝nstler Carlos Paez Vilaro lebte bis zu seinem Tod im Jahre 2014 selbst in seinem Haus. Heute beherbergen die Privatr├Ąume ein Hotel sowie ein Museum. Ein Tipp: Besuchen Sie Casapueblo bei Sonnenuntergang, dann finden hier ├Âfters Lesungen mit Musik statt.

Los Dedos

F├╝nf riesige Finger im Sand am Strand des Atlantiks ÔÇô ein Wahrzeichen, geschaffen von einem chilenischen K├╝nstler: Das ist Los Dedos. Das Kunstwerk ist so au├čergew├Âhnlich, dass es Scharen von Touristen anzieht und ein beliebtes Fotomotiv darstellt. Reisebusse bringen an manchen Tagen Massen von Besuchern hierher, die ├╝ber einen Brettersteg zu den f├╝nf Fingern gelangen, um hier ein Erinnerungsfoto zu schie├čen.

Iglesia de la Candelaria

Wer dem Trubel der Stadt f├╝r einen Moment entfliehen m├Âchte, findet direkt beim Leuchtturm die h├╝bsche Kirche Iglesia de la Candelaria. Sie steht auf einem malerischen kleinen Platz, der von einigen wundersch├Ânen Wohnh├Ąusern umgeben ist. Nur rund f├╝nf Minuten laufen Sie vom Jachthafen hierher. Die Kirche mit der auff├Ąlligen neoromanischen Fassade verf├╝gt ├╝ber einen riesigen Kronleuchter aus Kristall und interessanten Heiligendarstellungen im Innenraum.

Edificio de la Aduana

Nur wenige Gehminuten von der Kirche entfernt, befindet sich ein weiteres interessantes historisches Bauwerk: Das 1886 erbaute Zollgeb├Ąude wird bis heute, neben einigen anderen Funktionen, als solches genutzt.

Isla de Lobos ÔÇô die Insel der Seehunde

Sie liegt rund 9 Kilometer entfernt von Punta del Este im Atlantik: Die Isla de Lobos ist 43 ha gro├č und f├╝r Menschen nicht zug├Ąnglich. Die felsige Insel ist ein Naturschutzgebiet, in dem bis zu 200.000 S├Ąugetiere leben. Dazu kommen zahlreiche Vogelarten. Mit Touristenbooten k├Ânnen Sie t├Ąglich ganz aus der N├Ąhe Seehunde, Seel├Âwen, Seeelefanten und andere Bewohner beobachten. Bis zu 1.000 Seehunde kommen j├Ąhrlich auf der Isla de Lobos zur Welt. Insgesamt handelt es sich hier um einen einzigartigen Lebensbereich. Lediglich in Alaska gibt es eine noch gr├Â├čere Seel├Âwenkolonie. Inzwischen sind immer mal wieder Projekte in Planung, die kleine Touristengruppen auf die Insel bringen sollen. Dazu muss gesagt werden, dass Natursch├╝tzer bei der Planung miteinbezogen werden, die streng darauf achten, dass keinerlei Eingriffe in das nat├╝rliche ├ľkosystem der Insel gemacht werden. Das gilt schon heute f├╝r Taucher, die vor der Insel gerne mit den Seehunden auf Tuchf├╝hlung gehen.

Das einzige Geb├Ąude auf der Isla de Lobos ist ein Leuchtturm. Er ist 59 Meter hoch und wurde 1858 erstellt.

Isla Gorriti ÔÇô eine Insel von historischer Bedeutung

F├╝r S├╝damerikaner, die in Punta del Este Urlaub machen, ist ein Besuch der Isla Gorriti ein Muss und auch f├╝r europ├Ąische Besucher lohnt sich der Ausflug auf die Insel. Mit einer Gr├Â├če von 21 ha, ┬ábefindet sie sich unmittelbarer N├Ąhe des Punktes, an dem der Atlantik auf den Punta de la Plata trifft. Nach ihrer Entdeckung durch Juan Diaz de Solis im Jahre 1516 landeten noch weitere bekannte Seefahrer hier, aber auch Piraten nutzen die Isla Goritti. ├ťberreste der Festung sowie Kanonen zeugen bis heute von den Schlachten, die hier immer wieder geschlagen wurden.

Vor allem aber zieht die Landschaft der Insel die Touristen in ihren Bann. Dank der ├╝ppigen Flora und interessanten Fauna wurde sie zum Naturschutzgebiet erkl├Ąrt. Es ist nicht erlaubt, auf der Insel zu bauen. Auch zelten ist streng verboten. Wer die Insel besucht, kann auf den verschlungenen Wegen wundersch├Âne Wanderungen unternehmen oder im Atlantik baden und verschiedenen, naturvertr├Ąglichen Wassersportarten nachgehen.

Punta del Diablo ÔÇô Traumdestination f├╝r Hippies und Surfer

Eigentlich ist Punta del Diabolo ein altes Fischerdorf. Wo es einst beschaulich zu- und herging, treffen sich seit den 1960er Jahren die Hippies und Surfer. Zuerst kamen sie aus Uruguay und den Nachbarl├Ąndern, dann reisten sie aus dem ganzen Kontinent an und inzwischen gilt Punta del Diablo auch als angesagte Adresse f├╝r europ├Ąische Hippies. Natur und Nachtleben erg├Ąnzen sich hier perfekt. Nachts trifft man sich in den zahlreichen Clubs, Bars und Restaurants. Tags├╝ber sind Surfen, Wellenreiten und Schwimmen im Atlantik angesagt. Gerne schauen auch Delfine hier vorbei und begleiten die Schwimmer ein St├╝ck, bevor sie wieder hinaus ins Meer verschwinden. Mit Fahrr├Ądern l├Ąsst sich die Umgebung am besten erkunden. Das lohnt sich durchaus, denn trotz des gro├čen Ansturmes hat sich der Ort einen gewissen Charme erhalten k├Ânnen. Gro├če Bettenburgen gibt es nicht, daf├╝r bunte H├Ąuser und eine ansprechende Architektur, die das friedliche, freundliche Miteinander der Besucher unterstreicht. Selbst in der Hauptsaison zwischen Dezember und Februar ist die Stimmung im Ort entspannt. Nur die Preise explodieren dann f├Ârmlich und verdreifachen sich.

In und um Punta del Diablo finden Sie einige Sehensw├╝rdigkeiten, die auch f├╝r Nicht-Hippies attraktiv sind:

Der Strand von Punta del Diablo ist nicht nur einer der sch├Ânsten des Landes, sondern bietet auch einzigartige Naturschauspiele. W├Ąhrend Delfine und Robben noch relativ h├Ąufig zu beobachten sind, k├Ânnen Sie mit etwas Gl├╝ck zwischen Juli und Oktober auch Wale sehen. 15 km entfernt von Punta del Diablo liegt Karumbe, das Zentrum f├╝r Meeresschildkr├Âten. Zwischen Punta del Diablo und Barra de Chuy stranden von November bis April viele der Tiere, die von Brasilien oder Afrika hierherkommen. Gestrandete oder kranke Meeresschildkr├Âten werden in Karumbe gesund gepflegt. Touristen gibt man gerne Tipps, wo die Tiere gut beobachtet werden k├Ânnen und wie man sich ihnen gegen├╝ber verhalten sollte.

Ein Tipp: Falls Sie im M├Ąrz in Uruguay weilen, lohnt sich die Teilnahme am Fest ÔÇ×Salvemos a las Tortugas MarinasÔÇť was ├╝bersetzt hei├čt: ÔÇ×Lasst uns die Meeresschildkr├Âten rettenÔÇť. Dann werden n├Ąmlich die gesunden Schildkr├Âten wieder zur├╝ck ins Meer gelassen.

Salto ÔÇô Uruguays zweitgr├Â├čte Stadt

Salto, die zweitgr├Â├čte Stadt Uruguays ist ein beliebtes Urlaubsziel f├╝r Einheimische und Touristen. Sch├Âne Str├Ąnde, eine 20 km lange Uferpromenade, aber vor allem die Thermalb├Ąder sind ein Grund, sich hier eine Auszeit vom Alltag, oder von der Reise durchs Land, zu g├Ânnen. Die Stadt hat ein reiches Kulturleben mit Museen, gepflegter Architektur aus dem 19. und 20. Jahrhundert und sch├Âne Pl├Ątze zu bieten. International bekannt ist sie jedoch wegen der Thermalb├Ąder.

Thermas de Salto Grande

Eigentlich geh├Âren die Thermen von Salto Grande zum nach dem bekannten Schriftsteller benannten Hotel Horacio Quiroga, aber sie sind f├╝r jedermann zug├Ąnglich. Die Thermalanlage soll die gr├Â├čte Lateinamerikas sein. Die Anlage l├Ądt Jung und Alt gleicherma├čen ein und ist entsprechend angelegt. Das Angebot reicht von attraktiven Wasserrutschen und Schlauchbootfahrten f├╝r die j├╝ngeren G├Ąste bis zum reichhaltigen SPA-Angebot f├╝r Erwachsene. Es gibt zum Beispiel Whirlpools, ein Freiluftwellenbad, einen Strand und sogar einen Wasserfall. Wer nicht im Hotel ├╝bernachten m├Âchte, findet weitere Unterk├╝nfte f├╝r jedes Budget in unmittelbarer N├Ąhe.

La Ruta del Vino ÔÇô die Weinstra├če

Weinkenner wissen die guten Tropfen von Uruguays Weinbauern l├Ąngst zu sch├Ątzen. Falls Sie diese noch nie probiert haben, bekommen Sie w├Ąhrend Ihrer Reise durch das s├╝damerikanische Land garantiert ausreichend Gelegenheit. Auf rund 10.000 ha Fl├Ąche produzieren ├╝ber 270 Bodegas j├Ąhrlich fast 100.000 l Wein. Angebaut wird vor allem Tannat, eine einheimische Rebsorte. Die meisten Weing├╝ter finden Sie im Departemento Canelones. Viele Bodegas bieten F├╝hrungen durch Ihre Reben und Weinkeller mit anschlie├čender Weindegustation an. Weinverkostungen und Weinfeste finden in der Region entlang der La Ruta del Vino immer wieder statt.

Zwei Tipps: Im M├Ąrz feiert man ein bekanntes Erntefest, das Festival de la Vendimia. Allerdings sind die wenigen ├ťbernachtungsm├Âglichkeiten meist schon einige Zeit vorher ausgebucht.

M├Âchten Sie eine Weindegustation vereinbaren, rufen Sie den Winzer vorher an und vereinbaren Sie einen privaten Termin.

Minas ÔÇô die Region, die Uruguays Identit├Ąt mitpr├Ągte

1783 wurde Villa de la Concepcion de las Minas auf Befehl der spanischen Krone gegr├╝ndet. Zu der Zeit gab es gerade mal 40 H├Ąuser, die sich ├╝ber die Berge verteilten und von Siedlern aus Asturien und Galicien bewohnt wurden. Bekannt ist die Region wegen ihres gro├čen Reichtums an Marmor, Granit und Kupfer. Minas Geschichte tr├Ągt Wesentliches zur Identit├Ąt des Landes bei, den einerseits lebten hier lange Zeit vor der Entdeckung durch die Europ├Ąer die St├Ąmme der Guarani und Charrua, zum anderen ist es der Geburtsort von Juan Antonio Lavalleja, der in Minas 1784 das Licht der Welt erblickte und eine der zentralen Pers├Ânlichkeiten im Unabh├Ąngigkeitskampf wurde.

In Minas leben heute 40.000 Einwohner, deren Haupterwerbzweige die Landwirtschaft und Viehzucht sowie Bergbau und Tourismus sind. Die Stadt hat selbst einige Sehensw├╝rdigkeiten, vor allem aber ist die n├Ąhere Umgebung bei Touristen und Einheimischen sehr beliebt. So gelten zum Beispiel die Sierras von Minas zu den beliebtesten Orten f├╝r Kletterer. Die Region ist pr├Ądestiniert f├╝r Bergsteigen, Wandern und Klettern. Einen Ausflug wert ist auch der Berg Cerro Arequita, 12 km n├Ârdlich von Minas. Er ist mit 320 m zwar nicht gerade hoch, aber seine Grotten sind bekannt und einzigartig, vor allem die Gruta Colon. Am Berghang befindet sich zudem der Ombu-Wald, der zweitgr├Â├čte im Land. Die Grotte sowie der Berggipfel k├Ânnen auf F├╝hrungen erkundet werden.

Ruta Panorámica 81

Etwa 5 km s├╝d├Âstlich von Minas zweigt von Ruta 8 die Ruta Panor├ímica ab. Wenn Sie mit dem Mietauto Uruguay bereisen, sollten Sie diese Route unbedingt mit einplanen. Es handelt sich um eine romantische Panoramastra├če im sogenannten ÔÇťGoldenen DreieckÔÇŁ, das sich zwischen Rocha, Minas und Maldona befindet. Die Gegend wurde im 19. Jahrhundert von Charles Darwin entdeckt und er war beeindruckt von der Landschaft, die so ganz im Gegensatz zum restlichen Uruguay steht. Da es sich um eine nicht befestigte Stra├če handelt, sollten Sie ein entsprechendes Fahrzeug mieten und darauf achten, dass dieses wirklich in gutem Zustand ist. Sie werden sich in traumhafter Umgebung befinden, aber sollten in dieser Gegend keinen ernsthaften Fahrzeugschaden haben, da sie hier doch recht abgelegen unterwegs sind. Die Ruta Panor├ímica h├Ąlt ein besonderes Highlight parat:

  • Die Wasserf├Ąlle des B├╝├čers, oder, wie sie in der Landessprache hei├čen ÔÇ×Cascades del Aqua del PenitenteÔÇť, sind nur schwer zu finden, denn eine Ausschilderung sucht man vergeblich. Es lohnt sich aber, danach zu suchen. Verborgen durch mit Fels durchsetzte H├╝gel f├╝hren Steintreppen zu dem Wasserfall, der sich aus etwas 20 m H├Âhe in die Tiefe st├╝rzt. Au├čer seinem Rauschen und Tosen und dem Zwitschern unz├Ąhliger V├Âgel ist hier kaum etwas zu h├Âren. Wer mag, kann im kristallklaren Wasser sogar ein Bad nehmen.

Aktivurlaub im Landesinneren

Wer die unendlich scheinende Weite Uruguays nicht erlebt hat, hat einen wichtigen Teil des Landes verpasst. Denn genau dieser Weite verdankt Uruguay, das nie gro├če Gold- oder Silbervorkommen hatte, seinen Reichtum. Pferdehaltung, Landwirtschaft und Viehwirtschaft fanden und finden hier in anderen Dimensionen statt, als wie wir sie kennen. In der Regel verf├╝gten fr├╝her die Besitzer ├╝ber Tausende Hektar des fruchtbaren Landes und verdienten sich damit sehr gro├čen Wohlstand. Bis heute erz├Ąhlen die pr├Ąchtigen Anwesen von einer goldenen Zeit. Erst der Verfall der Weltmarktpreise f├╝r Landwirtschaftsprodukte, etwa Mitte des 19. Jahrhunderts, wurde diese Einnahmequelle doch wesentlich geringer. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts entstand, oft aus finanzieller Notwendigkeit, ein f├╝r das Landesinnere neuer Wirtschaftszweig: Der Turismo Rura.

Diese Art Tourismus ist noch ein echtes Abenteuer. Sie wohnen auf den alten Landg├╝tern und erleben authentische Gaucho-Romantik mit Pferden, kreolischer K├╝che, unendlicher Landschaft und einem fantastischen Sternenhimmel in der Nacht. Um einmal so wie die Gauchos zu leben, kommen inzwischen Reisende aus der ganzen Welt hierher. Und jeder kann das passende Angebot f├╝r sich finden, von der einfachen, schlichten Unterkunft bis zur luxuri├Âsen Unterbringung.

Es wird alles geboten, was Sie sich von einem Aktivurlaub ertr├Ąumen: Tierbeobachtungen, Ausritte, Wanderungen, Angeln, diverse Sportm├Âglichkeiten und wer mag, kann auf manchen Estancias auch bei der Arbeit helfen. Es ist ├╝brigens m├Âglich, eine Rundreise zu buchen und auf verschiedenen Landsitzen einige Tage zu verbringen.

├ťbrigens: Uruguay hat nur rund 3,45 Millionen Einwohner, jedoch 12 Millionen Rinder. Damit Sie eine Vorstellung von der enormen Weite des Landes bekommen: Angeblich hat jedes Rind eine Fl├Ąche von etwa zwei Fu├čballfeldern f├╝r sich zum Grasen.