Informationen für Peru-Reisen

Lage

Peru befindet sich im Westen Südamerikas und wird durch die Länder Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Bolivien und Chile begrenzt. Zudem befindet sich im Westen Perus der pazifische Ozean. Der Hauptteil des Landes erstreckt sich entlang der Anden, der Rest liegt im westlichen Amazonasbecken. Die Küstenebene ist sehr schmal und geht im landesinneren nahtlos in die über 6000 Meter hohen Anden über.

Klima

Das Klima in Peru wird in zwei Jahreszeiten geteilt – Regenzeit oder Trockenzeit, diese variieren allerdings je nach der betreffenden geografischen Region: die Küste und die westlichen Anden sind in der Regel trocken. In den Anden beginnt die Trockenzeit im Mai und endet im Oktober. Obwohl es in dieser Höhe in der Nacht kalt sein kann, kommt es selten zu sehr tiefen Temperaturen in Cusco (3326m). In der Trockenzeit ist das Wetter am Tag warm und sonnig. Die Regenzeit in den Bergen ist von Oktober bis Mai, wobei der Januar der Monat mit den meisten Niederschlägen ist.

In den Ostanden ist die Trockenperiode zur selben Zeit wie in den Bergen, die Regenzeit ist jedoch ausgeprägter. Die Monate mit den meisten Niederschlägen sind von Januar bis April – zu dieser Zeit kann es vorkommen, dass Straßen durch Erdrutsche nicht passierbar sind.

In der Urwaldregion ist das Klima während des ganzen Jahres tropisch. Die Regenzeit beginnt im Dezember und endet im April. In dieser Region kann es aber auch in der Trockenzeit regnen. Das Klima in den verschiedenen Regionen Perus ist sehr unterschiedlich. An der Küste: feuchter und bewölkter Winter (Juni – September) mit einer Mindesttemperatur von 14°C. Im Sommer steigt die Temperatur auf über 28°C. In den Anden scheint das ganze Jahr über morgens die Sonne, die Temperatur sinkt jedoch in der Nacht auf 10°C.

Klimatabellen

Chiclayo Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Sonnenstunden/Tag 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Tagestemperatur 23 24 24 23 21 20 19 18 18 19 20 22
Nachttemperatur 19 20 20 19 17 16 15 15 15 15 16 17
Regentage/Monat 1 1 4 2 0 0 0 0 0 0 0 0
Arequipa Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Sonnenstunden/Tag 7 7 8 10 9 10 9 10 10 10 10 9
Tagestemperatur 22 22 22 23 23 22 22 23 23 24 24 23
Nachttemperatur 15 15 15 15 14 14 13 14 16 16 16 16
Regentage/Monat 5 5 4 0 0 0 0 0 0 0 0 2
Cuzco Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Sonnenstunden/Tag 5 4 6 7 8 8 8 8 7 6 7 6
Tagestemperatur 19 19 19 20 20 19 19 20 20 21 21 21
Nachttemperatur 13 13 13 13 12 11 11 12 13 14 14 13
Regentage/Monat 19 15 13 9 2 1 1 2 5 9 13 16
Iquitos Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Sonnenstunden/Tag 5 5 5 5 6 6 7 7 7 6 6 5
Tagestemperatur 32 31 32 31 32 31 31 32 33 33 33 32
Nachttemperatur 22 21 22 22 22 21 20 20 21 22 22 22
Regentage/Monat 14 13 12 13 13 13 12 11 10 12 12 13
Lima Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Sonnenstunden/Tag 6 7 7 7 4 1 1 1 1 3 4 5
Tagestemperatur 25 26 26 24 21 19 17 17 17 19 20 23
Nachttemperatur 19 20 19 18 16 15 14 13 13 14 16 17
Regentage/Monat 1 0 0 0 1 1 1 2 1 0 0 0
Wassertemperatur 19 20 21 19 18 17 16 16 17 17 17 18
Puerto Maldenado Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Sonnenstunden/Tag 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Tagestemperatur 31 31 31 31 30 29 30 31 32 32 32 31
Nachttemperatur 26 26 26 26 25 24 24 25 26 27 27 26
Regentage/Monat 18 16 12 10 8 5 4 4 5 10 12 14

Reisezeit

Wie schon oben erwähnt variiert das Klima in Peru in den unterschiedlichen geographischen Gebieten sehr stark.

Deswegen kann man keine allgemeingültige Aussage für die beste Reisezeit geben. In der Andenregion, die häufig das Ziel von Urlaubsreisen ist, bieten sich die Monate April bis Oktober an. Allerdings sind diese Monate (vor allem Ende Juni bis Anfang August) schon recht überlaufen und die Preise oft deutlich höher.

Wer also in seinem Urlaub in Peru auch mal ein paar Tage Regen ertragen kann, für den sind die Monate Februar bis April und September bis November ebenso interessant und weit weniger touristisch.
Die Temperaturen sind im Hochland (Cuzco, Titicacasee u.a.) relativ kontstant. In unseren Sommermonaten fällt dort wenig Niederschlag. Die Regenzeit beginnt Ende Oktober und dauert bis März. Das sind die wärmsten Monate. Alles in allem kann man sagen, dass Peru ein Ganzjahresziel ist.

Sprachen

In Peru existieren zahlreiche einheimische Sprachen, die Teil des kulturellen Erbes und Reichtums des Landes sind. Einerseits ist Spanisch die am häufigsten gesprochene Sprache, aber auch die Sprache des alten Inkaimperiums, die Quechua-Sprache(seit 1975 offiziell 2. Amtssprache), wird in vielen Regionen des Landes in verschiedenen Dialekten gesprochen.
Außerdem spricht man in der Region um Puno die Sprache der Aymará und im Amazonasbecken verschiedene einheimische Sprachen. Insgesamt kennt man eine überraschende Vielzahl von Sprachen und auch heute noch gibt es 15 Sprachfamilien und 38 verschiedene Dialekte.

Bevölkerung

In Peru leben zurzeit ca. 27 Millionen Menschen, die sich wie folgt aufteilen:
47 % Indios, 37 % Mestizen, 13 % europäischer Herkunft, 3 % verteilen sich auf die unterschiedlichsten Herkunftsländer.

Bildung

Das Bildungssystem gliedert sich in Primär- und Sekundarschulwesen sowie den Universitätsbereich. Daneben existieren zahlreiche sog. Akademien – Berufsbildungsinstitute unterschiedlicher Organisationsformen.
Nach offiziellen Angaben sind zwischen 10 % und 15 % der Bevölkerung Analphabeten.
Im Schul- und im Hochschulbereich besteht eine deutliche Zweiteilung: die von wenigen Schülern/Studenten aus meist wohlhabenden Familien besuchten privaten Schulen und Hochschulen vermitteln ein hohes Ausbildungsniveau.
Der große Rest der ärmeren privaten und staatlichen Schulen und Hochschulen kann keine vergleichbare Qualität bieten.
Die Armut in der Bevölkerung führt dazu, dass (lt. UNICEF) ca. 51 % der Kinder arbeiten müssen und 13 % der Kinder nicht einmal die fünfte Klasse erreichen.

Religion

Die überwiegende Mehrheit(ca.87%) der peruanischen Bevölkerung ist römisch-katholischen Glaubens.
Daneben existieren verschiedene evangelische Glaubensgemeinschaften(ca. 7%) sowie mehrere Naturreligionen.
Die Peruaner sind von Natur aus ein gläubiges Volk. In Peru herrscht Glaubensfreiheit und man findet eine Vielzahl von Glaubensrichtungen. Diese kommen auch bei den verschiedenen Feierlichkeiten und Riten zum Ausdruck, die sowohl Elemente des katholischen Glaubens der spanischen Eroberer, als auch mystische Elemente von tausendjährigen Kulturen aus der Zeit vor der Kolonialisierung miteinander verbinden.

Währung

1 Nuevo Sol(S/., PEN) = 100 Céntimos
1 Euro » 4.01230 Peruanische Sol (Stand 02.02.2006)

Zahlungsverkehr:

Reisende sollten US-Dollar mitführen, die überall gewechselt werden können. Viele Hotels und Geschäfte nehmen ebenfalls US-Dollar an. Beschädigte Banknoten können jedoch zurückgewiesen werden. Der Umtausch anderer ausländischer Währungen ist in Lima nur begrenzt, außerhalb Limas gar nicht möglich. Banken und Wechselstuben verlangen hohe Kommissionen. Offiziell darf nur die Banco de la Nación Geld wechseln, zahlreiche Casas de Cambios und einige der großen Hotels sind aber autorisierte Zweigstellen der Nationalbank. Die Casas de Cambios sind für ihre guten Wechselkurse und zügige Bedienung bekannt.

Kreditkarten:

American Express, Diners Club, MasterCard, Eurocard und Visa werden in Lima akzeptiert, außerhalb der Hauptstadt kann die Bezahlung per Kreditkarte mit Schwierigkeiten verbunden sein.
Ladenöffnungszeiten:
Mo-Sa 10.00-13.00 und 16.00-20.00 Uhr
In den Sommermonaten sowie in großen Städten können die Öffnungszeiten abweichen.

Einreisebestimmungen

Deutsche Touristen benötigen für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen einen Reisepass, der bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein muss.
Der deutsche Kinderausweis muss mit einem Lichtbild versehen sein und die Namen der Eltern enthalten.
Ein Visum ist für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen nicht erforderlich. Bei der Einreise sollte darauf geachtet werden, dass die beabsichtigte Aufenthaltsdauer durch die Beamten der peruanischen Einwanderungsbehörde im Pass oder auf dem (stets auszufüllenden!) Einreisezettel (Tarjeta Internacional de Embarque/Desembarque) vermerkt wird. Es kann andernfalls vorkommen, dass die Beamten der Einwanderungsbehörde die Aufenthaltserlaubnis im Pass auf z.B. 30 Tage begrenzen, obwohl ein Aufenthalt von beispielsweise 45 Tagen geplant ist.
Bitte achten Sie stets auf den eigenen Pass, da dessen Verlust Probleme mit sich bringen kann und vor Ausstellung eines Ersatzdokuments gründliche Nachforschungen unerlässlich sind (u.a. ist eine Passverlustanzeige bei der peruanischen Nationalpolizei für die Wiederausreise erforderlich, sog. „Denuncia“). Beglaubigte Kopie des Passes anfertigen und gesondert aufbewahren! Nach peruanischen Vorschriften muss stets ein gültiges Personalpapier mitgeführt werden.

Zollbestimmungen: 400 Zigaretten oder 50 Zigarren (Personen über 18 J.);
3 Flaschen alkoholische Getränke (insgesamt nicht mehr als 2,5 l) (Personen über 18 J.);
2 kg Lebensmittel;
neue Waren oder Geschenke bis zu einem Gesamtwert von 300 US$.
Eine Sondergenehmigung wird für Wurstwaren und Käse benötigt.

Nicht ausgeführt werden dürfen Kulturgüter, die älter als 100 Jahre sind. Verboten ist nach der UN – Drogenkonvention auch die Ausfuhr von Cocablättern.

Nicht wenige Touristen erleben bei ihrer Rückkehr eine böse Überraschung, wenn das Erinnerungsstück vom Zoll beschlagnahmt wird oder sogar Strafen folgen.

Impfungen

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, Typhus und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B.
Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut sehr sinnvoll sein.

Eine gültige Gelbfieberimpfung ist für die Reise sinnvoll, besonders im Amazonasbereich. Sie wird verlangt bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet.
Diese Angaben haben nur Empfehlungscharakter! Vor Reiseantritt sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt konsultieren, der Ihnen fachlichen Rat geben und die notwendigen Vorsorgemaßnahmen durchführen kann.

Ärzte und Apotheken

Etwa 450 staatliche Krankenhäuser (30.000 Betten), 194 private Krankenhäuser und 16.000 Ärzte. Medizinische Behandlungen müssen sofort bezahlt werden.

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch.

Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch/Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Bekleidung

Da Peru südlich des Äquators liegt, sind die Jahreszeiten denen in Europa entgegengesetzt. An der Küste, vor allem auf der Höhe von Lima, kommt es im peruanischen Winter (Mai – September) zum Garúa, dem dichten Küstennebel, und das Wasser ist zumindest für die Peruaner zu kühl zum Baden. Sie tummeln sich von Januar bis März an den Stränden, wenn Luft und Wasser warm sind, jedoch mit Regenfällen gerechnet werden muss.

Der peruanische Winter ist jedoch gut für Reisen in die Anden geeignet, um die Berge wolkenfrei zu erleben. Die Tage sind sonnig, die Nächte allerdings sehr kalt. Also immer warme Kleidung und Regenschutz mitnehmen.

Legere Kleidung wird akzeptiert, am Abend zieht man sich allerdings etwas festlicher an. Zahlreiche Geschäftsleute tragen im Sommer Guayaberas (traditionelle Hemden ohne Krawatte). Shorts und Badebekleidung gehören an den Strand und nicht in die Stadt.
Je nach Jahreszeit und Urlaubsziel braucht man die unterschiedlichsten Bekleidungen.
Am besten sprechen sie vor Reiseantritt mit Ihrem Reiseveranstalter.

Sicherheit

Drastische Strafen und die Gegenwart der Touristenpolizei in viel besuchten Zentren haben die Sicherheitslage in Peru erheblich verbessert. Auf Grund der zum Teil extremen Armut kann es jedoch nicht schaden, auf das Tragen wertvollen Schmucks und von Handtaschen zu verzichten – für Geld und Pass sind Gürteltaschen besser. Vom Pass genügt unterwegs die Kopie, das Original sollte im Hotel bleiben. Vor allem die Kameratasche unterwegs nicht aus der Hand legen!

Es wird empfohlen, Elendsviertel in Großstädten nicht aufzusuchen und auf nächtliche Überlandfahrten mit PKW oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu verzichten. Achten Sie bei der Wahl der Unterkunft auf Sicherheitsaspekte (Nachtwächter, Hotelsafe, Zimmertelefon). Wanderungen z.B. im Raum Machu Picchu sollten nur in Gruppen durchgeführt werden.

Rauschgiftdelikte werden mit langjährigen Haftstrafen geahndet. Mitnahme bzw. Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann verhängnisvolle Folgen haben. Lassen Sie schon aus diesem Grund Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt und seien Sie vorsichtig bei Personen, die während Ihrer Reise Ihr Vertrauen erwecken wollen.

Zeitzonen und Zeitverschiebung

MEZ –6 Stunden

Strom

220 V, 60 Hz;
in Arequipa 220 V, 50 Hz und in Iquitos 110 V, 50 Hz.
Im ganzen Land sind amerikanische Flachstecker Standard. Dementsprechend ist ein Adapter erforderlich.

Post

Luftpost aus Peru ist bis zu 14 Tagen unterwegs. Briefe, die aus Lima verschickt werden, kommen häufig auch früher an.
Man sollte nicht enttäuscht sein, wenn die geschriebene Postkarte den Empfänger nicht erreicht. Das ist kein Einzellfall!

Telefon

Die große Telefongesellschaft heißt in Peru Telefónica Perú. Sie verkaufen Telefonkarten, mit denen Sie von öffentlichen Telefonen Gespräche nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz führen können. Die Büros der Telefongesellschaften sind meist tgl. 8 – 22 Uhr geöffnet.
Jede angefangene Minute wird voll berechnet.

Mobilfunk

Triband-Netz, GSM 1900. Netzbetreiber ist TIM Peru.
In den größeren Städten und Touristikzentren kann man mir recht guter Netzabdeckung rechnen.
In den Provinzen ist dies nur teilweise der Fall.

Hauptstadt

Lima, ca. 8 Millionen Einwohner

Nationale Feiertage

01. Jan. Neujahr
Gründonnerstag (Nachmittag)
Karfreitag
01. Mai Tag der Arbeit
29. Juni St. Peter und St. Paul
28./29. Juli Unabhängigkeitstage
30. Aug. Santa Rosa de Lima (Prozessionen zu Ehren der Heiligen)
08. Okt. Schlacht bei Angamos
01. Nov. Allerheiligen
08. Dez. Mariä Empfängnis
24. Dez. Heiligabend (Nachmittag)
25. Dez. Weihnachten
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