Schweinegrippe: Die aktuelle Lage im Tourismussektor in Mexiko

Die Tourismusindustrie, als Mexikos drittwichtigste ökonomische Einnahmequelle, ist angesichts der derzeitigen Gesundheitsbedrohung durch die Influenza A (H1N1) besonders betroffen. Deshalb haben das Tourismusministerium (SECTUR), das Mexikanische Fremdenverkehrsbüro (CPTM) und der nationale Fond für Tourismusentwicklung (FONATUR) ein Komitee zur Evaluierung und Überwachung der Haupttourismusdestinationen des Landes ins Leben gerufen, das den genauen Einfluss auf den Tourismussektor ermittelt. Wie der mexikanische Tourismusminister Rodolfo Elizondo Torres erklärte, liegen momentan noch keine exakten Zahlen über die ökonomischen Auswirkungen vor. Allerdings hat das Komitee aufgrund einer Reihe von Untersuchungen vorläufige Informationen über Hotelbelegungen der letzten Woche sowie Stornierungen von Flügen, Kreuzfahrten und Kongressen erhalten. Durch eine weitere Analyse der Lage sieht sich der Tourismus-Sektor bestens gewappnet, sich den Herausforderungen dieser Situation zu stellen und Strategien zugunsten der Tourismusindustrie zu entwickeln.

Aufgrund der derzeitigen Angaben zum Krankheitsverlauf der Influenza A (H1N1) berichtet das Gesundheitsministerium, dass dank der Maßnahmen der mexikanischen Regierung unter Präsident Felipe Calderón “eine deutliche Entspannung der Situation” zu verzeichnen sei. So vermeldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrer Pressemitteilung vom 3. Mai, dass es in den letzten Tagen zu keinen neuen bestätigten Krankheitsfällen kam.

Es ist wichtig zu betonen, dass die WHO weiterhin an ihrer Aussage festhält, keine Restriktionen auf Reisen nach Mexiko zu erheben oder gar Grenzen zu schließen. Obwohl es bis jetzt noch zu keiner großen Anzahl an Stornierungen kam, haben dennoch viele Firmen geplante Reisen verschoben.
Insgesamt wurden im ganzen Land und vor allem in den von der Influenza A (H1N1) kaum betroffenen Tourismuszentren wie Cancún und der Pazifikküste Stornierungszahlen registriert. Besonders von Stornierungen und Umbuchungen betroffen war die Hauptstadt Mexiko-Stadt.

Ungeachtet der momentanen Lage, die sich negativ auf den gesamten Tourismussektor auswirkt, zeigte sich allerdings die Messe “Mexico Showcase -Travel Expo”, die vom 30. April bis 4. Mai stattfand, dynamisch und solidarisch. So blieben die Repräsentanten aus den USA und Kanada bis zum Ende bei der Messe in Cancún.

Elizondo betonte noch einmal nachdrücklich, dass sie so schnell wie möglich eine genaue Analyse der Situation vorlegen werden, um die Tourismuszentren bestmöglich zu schützen. Denn für den mexikanischen Tourismus hat die Sicherheit der Besucher oberste Priorität.


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