Fernando de Noronha: Schauplatz für perfekte Ferien

Es ist schwer die Dimension der Schönheit des Archipels Fernando de Noronha in Worte zu fassen. Die vulkanischen Formationen mit ihren schwarzen Felsen stehen im Kontrast mit dem intensiven Blau des klaren Wassers. Die Vegetation, die die Inseln und den Sand des Strandes bedeckt, ist ebenfalls Teil dieser fantastischen Kombination, die zwischen Felswänden, Klippen und Meeresbuchten entstanden ist. Aufgrund ihrer ökologischen Bedeutung und ihrer landschaftlichen Schönheit wurde der Ort von der UNESCO zum Kulturerbe der Menschheit gewählt.

Die Formation des Archipels entstand vor etwa 12 Millionen Jahren durch den Ausbruch eines Unterwasservulkans. Das Archipel, das zum Staat Pernambuco gehört, besteht aus 21 Inseln und Inselchen und hat eine Fläche von  26km² – von denen die 17km² große Hauptinsel die einzig bewohnte ist.

Noronha wurde mehrere Male erobert. Engländer, Franzosen und Holländer kämpften um die Inseln, bis Portugal sie 1737 zurückeroberte – in dem Jahr, in dem auch die Kirche Nossa Senhora dos Remédios gebaut wurde, die dem ersten Dorf und der ersten von neun Festungen, welche die Inseln beschützten, ihren Namen gab.

Der Archipel war bereits für fast 200 Jahre Gefängniskolonie. Einige weitere Dörfer und  Siedlungen entstanden im Laufe der Geschichte. Wie zum Beispiel das Dorf Vila do 30 (das aus dem 30. Bataillon der Armee entstand), der Ort Boldró (hier ist der Sitz des Projekts Tamar zum Schutz der Meeresschildkröten), Porto (wo der Großteil der Schiffe verkehrt), das Dorf Floresta Velha (mit Häusern gebaut für das Militär), sowie Floresta Nova (errichtet ab 1987 von der ersten zivilen Regierung).

In den Dörfern gibt es Bars, Restaurants, Lebensmittelgeschäfte, Bäckereien, Märkte, Apotheken, Krankenhäuser, Schulen, Herbergen und nur eine einzige Bank. Nicht alle Einrichtungen akzeptieren Kreditkarten – der Tourist sollte gewappnet sein und für alle Fälle Bargeld dabei haben.

Damit Fernando de Noronha als ein ökologisches Heiligtum bestehen bleibt, bringt der Tourist sich auf nachhaltige Art und Weise ein. Im Namen des Naturschutzes wird die einheimische Bevölkerung (rund 3000 Personen) kontrolliert und die Kontrollen sind streng. Wer nicht hier geboren ist, braucht eine Sondergenehmigung um auf der Insel leben zu dürfen (nur die Hauptinsel ist bewohnt).

Die Anzahl der Autos wird ebenfalls überwacht. Ein Großteil des Archipels (70%) gehört zum Meerespark Parque Nacional Marinho, der 1988 gegründet wurde. Ein Teil der Bevölkerung lebt inmitten eines Naturschutzgebietes. Ein paar Eigenschaften machen Fernando de Noronha zum idealen Ort um die Unterwasserwelt zu erkunden: das glasklare Wasser ermöglicht das Beobachten diverser Tierarten in ihrer natürlichen Umgebung; die biologische Vielfalt des Archipels; und der ursprüngliche Charakter dieses Meeresparks. Zwei bedeutende Projekte werden auf dem Archipel durchgeführt: das Projekt Golfinho Rotador und das Projekt Tamar (zum Schutz der Meeresschildkröten).

Es gibt keine pflanzlichen Anbaugebiete. Ware, die leicht verderben kann, wird mit dem Flugzeug geliefert. Das Archipel liegt 545km von Recife (Hauptstadt des Staates Pernambuco) und 360km von Natal (Hauptstadt von Rio Grande do Norte) entfernt. Von hier aus gibt es täglich Flüge nach Fernando de Noronhas. Zum Schutz der Umwelt wird eine Gebühr erhoben, die zwischen R$ 36,69 (für einen Tag) und rund R$ 3000 (für 30 Tage) pro Person liegt.


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