Air France-KLM fliegt defizitär
Europa größte Fluggesellschaft Air France-KLM hat kurz vorm Ende des Geschäftsjahres (31. März) ihre Gewinnprognose revidiert. Die Airline geht von einem Verlust aus. Bis Ende März, das hat Air France-KLM am Donnerstagabend mitgeteilt, werde sich voraussichtlich ein Betriebsverlust von 200 Mill. Euro anhäufen. Branchenexperten hatten zuletzt noch mit einem Plus von gut 116 Mill. Euro gerechnet.
Der Konzern leidet stark unter rückläufigen Passagierzahlen. Eine Wende ist nicht in Sicht. Auch die ersten Märzwochen, eigentlich und besonders bei Geschäftsreisenden eine beliebte Reisezeit, seien schlecht verlaufen, teilte Air France-KLM mit.
Ein Problem ist auch, dass die Airline im vergangenen Jahr teure Absicherungsgeschäfte gegen den hohen Ölpreis getätigt hat und nun nur im geringen Maß vom gesunkenen Ölpreis profitieren kann. Das Geschäftsjahr 2009/10 werde angesichts der Konjunkturschlappe mit “beispiellosen Schwierigkeiten” beginnen, glaubt CEO Pierre-Henri Gourgeon. Er geht von einem Umsatzrückgang von sechs Prozent aus.
Gourgeon, der sich derzeit um eine Übernahme von Czech Airlines (CSA) bemüht, hat dennoch Vertrauen in die Zukunft. Das liegt auch an der hohen Liquidität seines Carriers. Air France-KLM hat nach eigenen Angaben bis zu vier Milliarden Euro in der Kasse. Das lässt der Airline Spielraum, die Krise zu meistern und die Konsolidierung in Europa voranzutreiben.
Den kompletten Bericht über das Geschäftsjahr 2008/09 will Air France-KLM am 19. Mai 2009 vorlegen.
Air France-KLM fliegt defizitär
Artikel einem Freund empfehlen

